2.5

Eine Ewigkeit später zog er Gals Hand vorsichtig von seinen Schenkeln, stand auf und kleidete sich langsam an. Es war noch keine sieben Uhr, aber draußen schien bereits die Sonne, und man spürte die Hitze, die bald aus dem wolkenlosen Himmel hervorbrechen würde wie ein Haufen feindlicher Jäger.

Er schlüpfte gerade in seinen zweiten Schuh, als sich Gal wieder herumwälzte, nach ihm tastete und die Augen aufschlug. Sie schaute ihm eine Weile schweigend zu, dann sagte sie ohne jede Betonung:

„Geh nicht! Er wird mich schlagen.“

Mann gab ihr keine Antwort. An diesem Morgen war nicht die Zeit für Liebeserklärungen. Er und Gal Kelling, das schien einfach nur falsch und unpassend. Der Billig-Freier und die Luxus-Nutte.

Mit übertriebener Langsamkeit band er seinen Schlips, hob das blaue Jackett mit den dicken Goldknöpfen vom Boden auf und öffnete die Tür.

Von der Halle unten blickte Kelling zu ihm herauf. Der alte Verlierer tat ihm leid, aber entschieden mehr Mitleid empfand er mit sich selbst.