2.7

Kurz vor neun schreckte Mann zusammen, als die automatische Einbruchssicherung nacheinander die elektrischen Jalousien im Parterre herunterließ und ein paar Lampen anschaltete.

Draußen fiel Schatten für Schatten die Dämmerung über die Bäume und verdunkelte die Freizeitlandschaft.

Gegen elf war es endlich Nacht genug.

Das stundenlange Warten hatte Mann die Wut geraubt. Es dauerte eine Weile, bis er sich überwand, aufzustehen. Er griff nach dem teakschwarzen Negerkopf mit den breiten Lippen, der wie verabredet auf dem Esstisch stand, und ging zu Kelling. Als der Alte ihn kommen hörte, setzte sein Stammeln und Zappeln wieder ein, wilder denn je.

Mann stand da und sah auf sein Opfer herab. Was sollte er sagen? Er holte aus. Die Augen am Boden waren so weit aufgerissen, dass sie zu bluten schienen. Es gab einen leisen, ekelhaften Knack.

Ein Hieb hatte genügt, um Kelling zu töten.

Mann ging zur Terrassentür und kurbelte die Jalousie ein Stück weit von Hand hoch, gerade genug, um hindurchschlüpfen zu können. Dann packte er die Leiche an den Beinen und schleifte sie durch den Wintergarten auf die Terrasse. Der Kopf zeichnete eine breite, rote Spur auf die weißen Kacheln.

Die Nacht war wolkig und fast lichtlos. Schon die bunten Plastikliegen um den Swimmingpool waren nicht mehr zu erkennen. Harry Mann stieß Kellings Körper Stufe für Stufe von der Terrasse hinunter in den Garten, zerrte ihn zum Pool und ließ ihn langsam in das Wasser gleiten. Es war zu dunkel, um zu sehen, wie die Oberfläche sich verfärbte.

Im Haus wischte er den Negerkopf sorgfältig ab. Als er das Papiertaschentuch automatisch in die Bodenvase mit dem Schachbrettmuster werfen wollte, fiel ihm Gals Schlüpfer ein. Sie hatte ihn dort vergessen. Er nahm ihn heraus. Das schwarze Etwas roch nach ihrem Parfüm, nach ihrem Schweiß. Er wickelte es in das blutige Papiertaschentuch und steckte das Knäuel ein. Dann setzte er sich wieder und wartete auf das Ende der Nacht. Sein Kopf war leer.