3.6

Muffigmodern! Genau, muffigmodern, das war die wieder aufgebaute Berliner City. Ein einziger Altneubau, ein historisches Denkmal für veraltete Zukunft, das in etwa so aussah, wie sich die phantasielosesten Zeitgenossen von Jules Verne eine Metropole des zwanzigsten Jahrhunderts vorgestellt haben dürften. „Il faut être absolument moderne.“ Dass ick nich’ lache!

Mann blieb stehen. Gal hatte das Interconti-Hotel fast erreicht. Sie zog ihre Turnschuhe aus, holte die Pumps aus der Plastiktüte und schlüpfte hinein. Die Halte vor dem Hotel war nicht besetzt. Aber es dauerte keine Minute, bis Gal eine leere Taxe heran gewunken hatte.

Auf seinem Weg durch den Regen dachte er nach.

Es war besser gewesen als beim ersten Mal, aber immer noch war es nichts gewesen, das erklären würde, warum er in diese Frau verliebt war. So verliebt, aus sich selbst in Personalunion einen Narren und einen Henker zu machen. Und dennoch, er war glücklich, und er fühlte, dass sie die Sache durchstehen würden.

Zusammen.

Gal und er waren das ideale Paar.