3 Cash & Kill

„Klaro“, sagte Peter, „aber im ,Vaterland‘ gibt’s durchgehend Frühstück. All die zwanzig Stunden, die wir offen haben. Tiefgekühlt müssen also immer ein paar Croissants da sein.“ Unwillig drehte er sich um zu seinem zerknitterten Sklaven. „Bring uns halt den Mist, den du noch hast.“

Im hinteren Teil des Lokals, umgeben von Poolbillard und nostalgischen Flippermaschinen, war eine Nische mit dem einzigen freien Tisch im Lokal. In seiner Mitte, zwischen dem Salzstreuer und dem Ketchup, stand ein „Reserviert“-Schild. Peter ließ sich auf die Bank mit dem roten Plastikpolster fallen und kippte dabei mit einer beiläufigen Handbewegung das Schild um.

„Wie ham wir’s?“

Er sah Harry Mann erwartungsvoll an.

„Wie ham wir was?“

Mann hatte keine Ahnung, worauf sein Freund hinauswollte.

„Na, die Kelling-Night?“

Mann atmete durch.

Dann hatte er sich wieder im Griff. Peter musste Freitagabend meinen. Eine Ewigkeit war seitdem vergangen. Mann zögerte, zu lügen. Dafür kannten sie sich beide zu gut.

„Das Cabrio steht schon seit Samstag auf’m Hof“, sagte er, um Zeit zu schinden.

„Um Gottes willen, Mann, die Schrottkarre interessiert mich nicht die Bohne.“

„Aber mich“, sagte Mann. „Ich muss meinen Füller drin verloren haben. Den alten Pelikan, den du mir letztes Jahr zum Geburtstag geschenkt hast …“

„Ich werd’ morgen mal nachsehen“, sagte Peter obenhin, „und jetzt erzähl endlich, wie’s war!“

„Seltsam war’s.“

„Danke, jetzt kann ich’s mir genau vorstellen.“

Der Typ von der Bar kam und brachte ihnen zwei Teller mit einem Klecks Rührei, einem Dutzend angegangener Scheiben vom gemischten Ausschnitt, garantiert aus der Plastikhülle, und dazu ein paar Hotelportionen Butter und Marmelade.