3 Cash & Kill

„Und ‘ne Flasche Schampus“, orderte Peter.

Mann sah skeptisch auf das elende Frühstück. „Tollen Laden haste hier!“

„Weiß ick. Also?“

Mann entschloss sich, ihm die Wahrheit zu erzählen – bis zu dem Punkt, da Irene Hexter zusammen mit Kelling den Bungalow verlassen hatte.

„Hmmh“, sagte Peter, als er alles gehört hatte. Dann brüllte er in Richtung Theke: „Wo bleibt der Brausesaft?“

Der Jüngling kam mit zwei leeren Sektschalen herbeigeeilt.

„Gleich“, sagte er. „War keine Flasche richtig kalt.“

„Oh, mein Gott“, stöhnte Peter. „Du solltest mir Geld zahlen, damit ich dich noch länger aushalte.“

Peters Sklave lächelte pflichtschuldigst.

„Und, wie ging’s weiter?“ Peter beugte sich leicht vor und stützte das Kinn auf die rechte Hand.

Am Verlauf der Abendeinladung schien er ernsthaft interessiert zu sein. Einen Augenblick überlegte Mann, ob sein Freund schon von dem Mord gehört haben konnte. Vielleicht war die Leiche durch irgendeinen blöden Zufall zu früh gefunden worden?

Er sah Peter an.

„Das war’s“, sagte er möglichst gleichgültig.

„Also“, protestierte Peter, „mach’s nicht so spannend. Irgendwas muss ja noch gewesen sein. Kelling kam wieder rein, und dann?“

„Nüscht“, sagte Mann, „bin auch bald los.“

Peter machte ein nachdenkliches Gesicht. „Erzähl’s nicht rum“, sagte er. „Für den Fall, dass du’s doch noch machen willst.“

„Was?“

„Hexters Angebot annehmen.“ Peter schwieg einen Augenblick. „Wozu ich dir übrigens raten würde“, sagte er dann, „angesichts deiner finanziellen Situation, mein’ ick.“