3 Cash & Kill

Schließlich nahm Mann einen neuen Anlauf. „Also, warum geben sich diese Mafiosiih soviel Mühe, die Gesetze zu brechen, statt sie einfach so zu ändern, dass sie besser passen?“

„Die nackte Dummerhaftigkeit. Erst. Und jetzt, wo die Geier vonner Presse drin wühlen, geht’s nich mehr. Guck dir doch Wolf an! So einer hört nur auf, wenn du ihn totschlägst. Und selbst dann wär’ ich mir nicht so sicher.“

„Wieso: Geht nicht mehr? So ziemlich der erste bekloppte Satz, den ich von dir gehört habe, war: Wer das Geld hat, hat die Macht.“

„Alle Lehrerinnen sind Weiber, klar, Alter? Aber nicht alle Weiber Lehrerinnen. Grundkurs Diavortragslektik. Gott sei Dank übrigens, was die Sache mit den Weibern betrifft.“

„Sehr witzig.“ Manns Metaxa war auch schon wieder weg.

„Also“, sprach Peter mit einem Tonfall, der ohne Schultafel im Rücken immer lächerlich wirkt, „warum soll’n ausgerechnet die anner Macht genug Grips haben, um legal’s große Geld zu raffen?“

„Bingo“, sagte Mann, und sie tranken noch einen.

Nach zwei weiteren Cocktails gaben sie das Thema auf. Wo kein Sinn war, konnte man auch keinen finden. Peter zahlte die horrende Zeche. Sie traten raus in die kühle Nachtluft. Es war halb zwei.

„Kommste noch mit in’n ,Dschungel‘?“

Mann schüttelte den Kopf.

„Okay. Ich fahr’ dich rum“, sagte Peter resigniert. „Liegt ja fast auf’m Weg.“

Zehn Minuten später setzte er Mann vor seiner Haustür in der Goltzstraße ab.