4.5

Planen, nur planen, nicht nachdenken, nicht grübeln. Langs Visitenkarte, man kann nie wissen. Nicht warten. Herumrennen und packen. Alles in der Gegenwart halten, keinen Gedanken an die Folgen verschwenden. Später vielleicht Kati noch einmal treffen. Doch dann ist da nur ihre Antwortmaschine, und vor ihm liegt ein einsamer Abend, an dem die Unruhe des Reisefiebers leerläuft. Verflucht das Leben. In sechsunddreißig Stunden wird er fliegen. Peter ruft er nicht an, sein Freund kann ihm nicht helfen. Jetzt kann ihm niemand mehr helfen, er sitzt in der Falle. Und falls noch nicht ganz, so ist er doch dorthin unterwegs, wo sie zuschnappen wird. Endlich, nachts, mitten in der Nacht klingelt das Telefon. Die Leitung rauscht und knistert. Die Gebrauchsanweisung ist kurz, die „Stimme“ wartet keine Fragen ab.

Mann schläft weiter, unruhig, wacht früh auf, lange, bevor der Wecker klingelt.

Beim amerikanischen Konsulat im alten Flughafen Tempelhof[i] wird das nötige Visum besorgt. Gal ruft nicht an, auch heute nicht. Wie soll er sie erreichen, ohne dem Hip-Hauptkommissar die Beweise zu liefern, die er sucht?

Die Nacht auf Freitag scheint endlos. Seine Gedanken kreisen, diese Gegenwart will nicht vergehen, und Harry Manns Kopf wird nicht müde, Wenn und Aber zu phantasieren,

Lange schon hat er von einer solchen Reise geträumt. Jetzt kann er nicht einschlafen.