4 Die Stimme eines Herrn

„Haste schon drüber verhandelt?“ fragte Peter wieder etwas ruhiger.

„Nein. Hab’ nur ‘nen Brief von denen bekommen.“

Peter schien erleichtert. „Ein Glück, dass du noch nichts versaut hast.“

„Ich hätte dich sowieso vorher gefragt“, sagte Mann, bewusst versöhnlich. Er meinte, dem Gesicht seines Freundes anzusehen, dass der die Bemerkung als Entschuldigung akzeptierte.

„Willsten Espresso?“ fragte Peter, als er noch den letzten Glubsch der roten Zittermasse im Mund hatte.

Mann nickte. „Und ‘n’ Grappa, wenn’s geht.“

„Von alleine geht’s nicht, also geh’ ich’s holen“, sagte Peter.

„Eine weitere Neuerung“, dachte Mann. Aber er sagte es nicht.

Als Peter nach einer ziemlich langen Zeit wiederkam, befand sich in seinem Schlepptau die blonde Bedienung. Sie brachte einen Espresso und zwei Grappa. Peter schien wieder ganz der alte und auch bester Laune. Seine üblichen Interessen hatte er ebenfalls wiedergefunden.

„Ist eigentlich viel zu kalt heute, um sich ohne Wärmflasche ins Bett zu legen“, sagte er, kaum, dass er seinen Grappa gekippt hatte.

Harry Mann nickte.

„Kommste mit auf unsern alten Trampelpfad?“

Harry Mann nickte wieder.

Peter winkte der Blonden und sagte ihr, sie solle ein Taxi bestellen.

„Biste schon so blau?“ fragte Mann.

„Zu sowas fährt man nicht mit’m Benz vor“, sagte Peter. „Jedenfalls nicht mit so ‘nem neuen schwarzen Ungetüm.“

„Hmmh. Kommt drauf an, was man vorhat.“

„Immer dasselbe. Aber nicht auf die Tour.“