5.2

An der Bellanca versprach ein Schild „Nudes plus Liquor“. Umgekehrt hätte er es lieber gehabt. Beim ersten McDonald’s („60 Billion Served“) musste er, wie die „Stimme“ ihm erklärt hatte, links in La Cienega.

Als er vor der nächsten roten Ampel wartete, stoppte neben ihm ein riesiger dunkelbrauner, sehr baufälliger Straßenkreuzer. Die Fahrerin, eine dicke Frau Mitte Dreißig mit einem massigen, runden Gesicht und großen Glubschaugen, starrte gleichgültig aus dem offenen Seitenfenster zu ihm herüber. Er starrte zurück und fand, dass er allen Grund dazu hatte. Soviel er sehen konnte, trug die Frau über ihrer pechschwarzen Haut lediglich einen wattierten hochgeschlossenen Morgenmantel in schönstem Pink. Ihre gewaltigen Lippen waren blaurot geschminkt, die Wangen ebenfalls, und die Haarpracht, die alle Bemühungen um Schönheit vollendete, glich einem Weihnachtsbaum, dessen obere Äste nahezu vollständig unter bunten Kugeln verborgen waren; wobei die Rolle der Kugeln in diesem Fall ein Schwall von Lockenwicklern in allen denkbaren Cremefarben spielte. Die Frau war ein psychedelisches Ghetto-Wunder. Auf jeder zentraleuropäischen Straße wäre sie keine Minute unbehelligt geblieben. Mann musterte die Fahrer der anderen Wagen. Hier kümmerte sich kein Mensch um sie. Außer ihm.