6.3

Aber er hätte an diesem Abend jeden beneidet, der von der Arbeit friedlich nach Hause zu seiner Frau zurückkehren durfte, auch den ärmsten der mexikanischen Lohnsklaven, die für den Wohlstand in Gottes eigenstem Land sorgten.

Fast zehn Minuten vergingen, ohne dass sie ein Wort zueinander sprachen, bis Gal das Schweigen brach.

„Was wirst du tun?“

„Was die ‚Stimme‘ verlangt.“ Harry Mann war froh, dass nicht er hatte davon anfangen müssen.

„Maria Schlosser umbringen?“ Gal sah ihm in die Augen.

Mann nickte. „Mir bleibt keine Wahl.“

„Und dann?“ fragte Gal. „Wie soll das weitergehen?“

„Es wird nicht weitergehen. Jedenfalls hat die ‚Stimme‘ das versprochen.“

„Und du glaubst dem Kerl?“

„Nein.“ Mann schüttelte den Kopf. „Kein Wort.“

„Also?“

„Also, muss ich rausfinden, wer uns erpresst.“

„Wie willst du das schaffen, wenn ich fragen darf?“

„Zunächst einmal durch Nachdenken. Irgendwer hat ein gesteigertes Interesse daran, dass die Schlosser von der Bildfläche verschwindet, richtig?“

„Muss wohl so sein.“

„Gut. Finde ich diesen Irgendwer, werde ich auch bald wissen, wer und was die ‚Stimme‘ ist; ob der Initiator unserer Schwierigkeiten oder nur ein Helfershelfer, richtig?“

Gal nickte und schwieg.

„Die entscheidende Frage ist demnach“, fuhr Mann fort, „wer ein besonderes Interesse an Maria Schlossers Tod haben kann.“

„Da wüsste ich niemanden“, sagte Gal.