6.4

Mann ging an dem Haus vorbei und den Speedway entlang zu seiner Rückseite. An ihr lockten nur zwei einsame schießschartengroße Fenster. Dafür war sie mit Warnschildern reich verziert: An der Garageneinfahrt dekretierte ein blaues Schild mit dicken weißen Lettern ein vierundzwanzigstündiges Parkverbot, ein gelbes drohte mit „Armed Response“, und für die Verlässlichkeit der Ankündigungen bürgte ein drittes Schild mit dem Wappen der Firma, die das Haus rund um die Uhr bewachte.

Dass es ihm gelingen könnte, unbehelligt einzubrechen, schien Mann unwahrscheinlich. Also konzentrierte er sich auf das Nachbargebäude. Dort brannte kein Licht. Das Gartentor war abgeschlossen, jedoch aus griffigen Holzlatten und leicht überwindbar. Den unteren Teil dieses Hauses hatte man nachträglich zu einer Garage ausgebaut, der eigentliche Eingang lag jetzt im ersten Stock. Zu ihm hinauf führte, an der linken Seitenwand entlang, eine Holztreppe. Zwischen ihrem Geländer und der hohen geweißten Betonmauer von Schlossers Bunker blieb eine schmale, fast lichtlose Schlucht von vielleicht einem Meter Breite. Die Treppe allerdings endete einen guten halben Meter oberhalb der Mauer.

Die Möglichkeit, die sich ihm bot, erkannte Mann sofort.

Er kletterte ohne Schwierigkeiten über das Tor des Nachbargebäudes, stieg die Holztreppe auf halbe Höhe und sprang von dort in den Garten der Schlossers, ohne die Mauer und ihre Alarmkontakte zu berühren.