6.4

„Was wollen Sie von mir?“ stammelte sie entgeistert. „Um Gottes willen … Ich gebe Ihnen, was Sie wollen!“

„Geld hilft Ihnen in diesem Fall nicht weiter. Ich bin schon bezahlt worden.“

„Mehr …“, stammelte Maria Schlosser, „Sie bekommen mehr!“ Sie rutschte Zentimeter für Zentimeter am Rand der Wanne hinunter, bis die schweren Brüste unter dem Schaum verschwanden. „Ich zahle mehr, viel mehr. Jede Summe …“ Da war ein leises Schluchzen in ihrer Stimme.

„Ich will kein Geld“, sagte Mann. Er fühlte sich unwohl, und er spürte, wie seine Kraft schwand, seine Kraft zu töten. „Was ich brauche, sind Informationen. Ich muss wissen, wer Interesse haben könnte, Sie aus dem Wege zu räumen!“

„Das weiß ich doch nicht! Woher auch?“ Die Frau in der Wanne blickte noch immer angsterfüllt zu ihm hoch, doch ihre Stimme klang ruhiger und in die Augen trat ein misstrauisches Glitzern.

„Ein Tipp, ein Name könnte Ihr Leben retten!“ Mann verstärkte den Druck des Messers. „Sagen Sie mir, was Sie wissen!“

Maria Schlossers Reaktion verblüffte ihn. Sie sah nicht aus, als würde sie angestrengt nachdenken. Sie fragte ihn nicht einmal, was er wissen wollte.

„Wenn das ein Test sein soll“, sagte sie, plötzlich sehr bestimmt, „so ist es ein Scheißtest. Das können Sie Herlois ausrichten!“

„Herlois? Wer ist Herlois? Sagen Sie mir, wer das ist!“

„Nichts, gar nichts werden Sie von mir erfahren. Also richten Sie ihm aus, dass ich dichthalte. Unter allen Umständen!“

„Ich kenne keinen Herlois …“ Mann war ein wenig ratlos, was sollte er jetzt tun? Er verstärkte noch einmal den Druck des Messers. „Wo finde ich diesen Herlois?“

„Hören Sie auf! Sie tun mir weh, Sie Idiot.“ Maria Schlosser, nackt und nass und gar nicht mehr ängstlich, hob ihre Stimme und schrie nun fast. „Gehen Sie raus! Raus hier!“