7 Massaker

Es dauerte keine Minute, bis das Telefon wieder klingelte.

„Wir sind leider unterbrochen worden“, sagte die „Stimme“.

„Nein“, sagte Mann, „wir sind nicht unterbrochen worden, ich habe aufgelegt.“

„Was soll denn das? Sie wissen doch, mein Bester, Sie und ich …“

„Ein kleiner Test. Ich wollte ausprobieren, wie wichtig Ihnen Ihr kleines Problem ist …“

„Es ist gravierend, außerordentlich gravierend. Aber über meinen Sorgen sollten Sie nicht vergessen, in welcher Lage Sie sich selbst befinden.“

„Wir haben ein Abkommen!“

„Ja, gewiss, ja. Und Sie können mir glauben, wie gerne ich dazu stehen würde.“ Der Tonfall der „Stimme“ wurde geradezu salbungsvoll, pastoral. „Sehen Sie, ich bin stolz darauf, bei denen, die mich kennen, als ein Ehrenmann zu gelten. Mein Wort genügt. Normalerweise. Aber die augenblicklichen Umstände sind nun einmal nicht danach …“

„Sie haben versprochen, dass ich …“

„Lassen Sie mich das ganz offen aussprechen“, unterbrach ihn sein Erpresser am anderen Ende der Leitung, „in diesem Fall gibt es nichts und niemanden, der mich zwingen könnte, diese Zusage einzuhalten!“

„Sagen wir es doch mal so: Was könnte mich hindern, wieder aufzulegen?“

„Seien Sie nicht kindisch! Ein Anruf von mir und Sie kommen nicht einmal mehr bis zur Tiefgarage.“

„Sie wollen mir drohen, mich anzuzeigen? Bei den Bullen? Sie! Nach allem, was ich …“

„Ungern. Höchst ungern. Aber sehen Sie, ich bin auch nicht ganz frei in meinen Entscheidungen, ich selbst muss den Wünschen dritter Personen willfahren … Kurzum, lassen Sie uns diese unfruchtbare Diskussion beenden. Ich nenne Ihnen jetzt eine Adresse, zu der Sie sich noch heute begeben werden.“