7.2

Jedenfalls nicht, ohne zuvor den Namen der „Stimme“ erfahren zu haben. Und wenn irgend möglich, auch dann nicht.

Nach zwei, drei Meilen verwandelte sich der Canyon View in einen ungepflasterten Feldweg, an dem weit und breit kein Haus mehr lag. Mann fuhr langsamer. Zum ersten Mal roch er die Luft. Sie war warm und sauber und klar, und sie roch nach Eukalyptus und Tannenharz. Hier war es allemal so schön wie in den Bergen des fernen Griechenland und allemal so einsam.

756 Canyon View, ein gewaltiger Villenkomplex mit dem einfallsreichen Namen Shangri-La, lag fernab der Durchgangsstraße mutterseelenallein direkt am Rande eines Canyons. Der vordere Teil des Grundstückes war unbebaut und verwildert. Offensichtlich hatten die Eigentümer das große Gelände einzig und allein erworben, um jede Form von Nachbarschaft auszuschalten. Den bewohnten hinteren Teil des Besitzes schützte zusätzlich eine hohe Backsteinmauer vor neugierigen Blicken. Lediglich von einem kurzen, erhöhten Stück des Weges, der in Windungen durch die kahle, von der Sonne verbrannte Hügellandschaft führte, fiel die Sicht frei auf den tropischgrünen Park innerhalb der Mauern und das schneeweiße und schlossgroße Haupthaus mit seinen großflächigen Glasfronten.

Mann hatte kaum auf dem lehmigen Privatweg das offene Tor an der Einfahrt passiert, als vier gewaltige Boxerhunde auf den Kleinwagen losschossen, um mit ihren Krallen den Lack zu ruinieren. Er bremste und beeilte sich, die Fenster hochzukurbeln, bevor ihm die Bestien die Kehle durchbeißen konnten.