7.2

Auf einer Art Feldherrnhügel vor dem einstöckigen Dienstbotengebäude, das zur rechen Hand kurz hinter der Einfahrt stand, saß ein stämmiger alter Mann in einer orangefarbenen Hollywoodschaukel und präsentierte seine braun gegerbte Haut der Nachmittagssonne. Er trug einen Strohhut und eine unförmige Badehose, über die ein gut gewachsener Bauch hing, und gewiss hätte er ein Mannsbild des irdischen Friedens geboten, wenn nicht neben diesem rüstigen Senioren, der hier inmitten der schönsten Natur seinen Lebensabend verbrachte, eine handliche, schwarz glänzende Maschinenpistole gelehnt hätte.

Mit sichtlicher Befriedigung sah der Alte der Zerstörung des Kleinwagens zu. Fast widerwillig rief er schließlich seine vier Köter zurück, griff zu der Waffe und winkte den Eindringling heran.

Mann fuhr so dicht neben ihn, wie es der Weg erlaubte, kurbelte das Seitenfenster wieder halb herunter und beugte sich verbindlich hinaus.

„I am Mann.“

„Hmmh, ja“, sagte der Alte. „Das kann ich sehen. Wenn auch nicht gerade ein Prachtexemplar.“

An seinem Akzent musste er die Nationalität des Ankömmlings erkannt haben. Dass sein Gegner Deutscher war, gab Mann Mut. In seiner Muttersprache brauchte er sich keine Unverschämtheiten gefallen zu lassen.

„Und wenn ich ein ganz Böser wäre?“ fragte er und lächelte wie ein Vertreter, der mit Schweinsleder-Enzyklopädien hausieren geht. „Wenn ich eine Fünfundvierziger auf dem Schoß hätte und Ihnen mit dem Öschi das Gehirn wegpusten würde?“