7.2

„Dann“, sagte der Alte, wiegte sich in dem quietschenden Sitz und lächelte so männlich-ausdruckslos, als habe er sich in seinem Leben zuviel mit Hemingway beschäftigt, „dann würde Mamma“ – er zeigte auf eine freundlich winkende alte Frau, deren breiter, fülliger Oberkörper hinter den Pflanzen des kleinen Balkons im oberen Stock des Dienstbotengebäudes hervorlugte – „ihrem guten alten Paps zu Hilfe kommen und den Bösen samt seinem Klapperkasten wegzaubern. Mit zwei, drei hartgekochten Eiern.“

Mann kannte diese Art Humor aus zahllosen Nachtvorstellungen. Sie trat fast immer in Verbindung mit Waffen auf. Erst nachdem er die Sonnenbrille auf seine neue Kurzhaarfrisur geschoben hatte, entdeckte er im Schatten der Balkonpflanzen das olivgrüne Rohr, an dem Mamma emphatisch ruckelte, als könnte es sie glücklich machen.

Das Sicherheitsbedürfnis der Reichen nahm allmählich bedrohliche Formen an. Mann verabscheute schwere Waffen. Er war für einseitige Abrüstung. Seit einem guten Jahrzehnt bemühte er sich, wenn auch in den vergangenen Wochen mit gegenteiligem Erfolg, ein friedfertiger Mensch zu sein.

„Man erwartet mich“, sagte er, um deutlich zu machen, dass er an weiteren militärischen Demonstrationen keinerlei Interesse hegte.

„Stimmt. Das tut Frau Block.“ Paps lehnte sich zurück und begann, sanft zu schaukeln, was unter den Freunden Hemingways entweder „Weg frei“ oder „Verpiss dich“ bedeutete.

Mann tat, als bemerkte er es nicht.

„Womit vertreibt sich diese Frau Block denn so die Zeit, während sie auf mich wartet?“ Er konnte es nicht ändern, er mochte Paps nicht leiden.

Paps tat, als bemerkte er es nicht.