7.3

In sein Zögern hinein explodierte etwas, unten im Hof. Die Fenster im ganzen Haus klirrten leicht, und im Parterre schepperte eine Scheibe zu Bruch. Beide Frauen zuckten zusammen. Mamma lief zum Fenster und sah hinaus.

„Nur der Tank vom Jeep“, sagte sie, und es klang, als mache sie das glücklich. „Die Schickse verbrennt!“

Zusammen mit diesem Satz sprang Mann vor, trat die Pistole aus Karin Blocks Hand und schlug mit der Faust in die Mitte ihres Körpers. Sie riss den Mund auf, ihre vollen Lippen schnappten nach Luft, und dann klappte sie vornüber zusammen wie ein Rasiermesser. Im Fallen bekam Mann sie mit dem rechten Arm von hinten um den Hals zu fassen. Mamma wirbelte herum, doch es war zu spät.

Nur durch den Körper von Karin Block konnte sie noch auf ihn schießen.

Mit der freien linken Hand fummelte Mann das Messer aus der Innentasche seines Jacketts. Er bog den Kopf des schützenden Körpers ein Stück weiter nach hinten und setzte Karin Block das Messer an die Kehle.

„Runter mit der MP!“ schrie er.

Mamma machte einen Schritt auf ihn zu.

„Ich stech’ sie ab“, drohte er.

„Mal sehen“, sagte Mamma, „ob du’s tust.“ Sie ging langsam, Schritt für Schritt, links am Bett vorbei, um in seinen Rücken zu gelangen.

Mann zog Karin Block in die Zimmerecke, er mit dem Rücken zur Wand, sie vor ihm. Allmählich kam sie wieder zur Besinnung. Aber sie wehrte sich nicht. Ihr Körper lag sanft und weich in seinen Armen. Der Druck und die Wärme entspannten ihn. Wäre es nicht Gewalt gewesen und hässlich, so hätte es Sex sein können und schön.

„Ich kann euch versichern“, sagte er, jetzt ruhiger, „ich tu’s. Es wär’ nicht das erste Mal …“

„Mamma“, befahl Karin Block schwach, „lass die MP fallen!“

Mamma rührte sich nicht. „Paps ist tot“, sagte sie.