7.3

Mann bugsierte sich und den Körper, der ihn schützte, zu der Pistole, die sein Tritt in Richtung Fenster befördert hatte. Am Ziel angekommen, lockerte er seinen Griff und schob Karin Block vor das Fenster.

„Ein Stoß von mir und Sie sind draußen!“ warnte er sie.

Karin Block nickte. Vorsichtig bückte er sich und hob die Pistole auf. Er hatte keine Ahnung, wie viele Patronen so ein Magazin hatte. Mit Schusswaffen kannte er sich nicht aus. Er richtete die Waffe auf Mamma.

„Die Hände hoch!“ sagte er.

Sie tat es, fast war er überrascht.

„Zum Bett!“ befahl er.

Sie ging hinüber und setzte sich auf die Bettkante.

Er sah Karin Block an: „Sie fesseln Mamma!“

„Einverstanden.“ Karin Block nickte wieder. „Und dann beruhigen Sie sich mal zur Abwechslung.“

Harry Mann sah sie an. Sie war schön, aber ganz anders als Gal, auf die dezente Art; und mindestens so verschlagen.

Plötzlich erschien ihm alles zu leicht, viel zu leicht. Die beiden Frauen wollten ihn reinlegen, und gewiss planten sie auch schon, wie sie das tun würden. Soviel war so gut wie sicher. Nur er war blind dafür, nur er hatte keine Ahnung, auf welche Weise es geschehen würde. Bis es zu spät war.

„Warten Sie!“ befahl er und sah Mamma an: „Umdrehen! Mit dem Bauch zum Bett.“

Mamma legte sich hin, wie er es befohlen hatte.

Mann hob die MP auf, ging mit zwei schnellen Schritten zum Bett und schlug der Alten den Metallkolben in den Nacken. Mamma rührte sich nicht mehr.

„Das war unnötig.“ Karin Blocks Stimme klang missbilligend.

Mann gab ihr keine Antwort darauf. „Los“, sagte er, „jetzt sind Sie dran. Und tun Sie’s lieber gleich richtig, sonst kriegt die Alte noch n’ weichen Kopf.“

Karin Block hob die Stricke vom Boden auf und machte sich an die Arbeit.