7.3

Nach gut zehn Metern schaltete Karin Block krachend wieder in den Vorwärtsgang und setzte zu einem neuen Anlauf an. Eine Schrecksekunde später feuerte Mamma eine zweite Granate. Sie traf den Wagen.

Paps hatte übertrieben, als er von „wegzaubern“ gesprochen hatte. Ein paar dicke fette Metallklumpen waren von dem Jeep noch übrig, und die fingen jetzt Feuer.

Aus der Richtung des Bettes waren erneut dumpfe Laute zu hören. Mann drehte sich um. Manche Mädels, schoss es ihm durch den Kopf, haben einfach den sechsten Sinn. Staatssekretär hatte sich aufgerappelt und schickte sich an, mit einem Gegenstand, der in englischen Kriminalromanen als Ming-Vase bezeichnet worden wäre, auf ihn loszugehen. Die Gelegenheit war, zumindest unter moralischen Gesichtspunkten, günstig.

Es war ein ungezielter Schuss aus der Hüfte, der so gut wie alles hätte treffen können, von Staatssekretärs großem Zeh bis zum Putz an der Decke, und es war vor allem der erste Schuss, den Mann in seinem Leben abfeuerte, aber wer außer ihm wusste das schon? Bevor jedenfalls das Porzellanding sein Gehirn erschüttern konnte, wurde der Angreifer von einer Kugel in den Bauch gestoppt. Staatssekretär schrie auf und fiel stöhnend zu Boden.

Etwas unschlüssig richtete Mann den Revolver auf das gefesselte Mädchen.

Wieder wurde ihm die Entscheidung abgenommen.

„Das würde ich an deiner Stelle lassen, mein Junge“, sagte ein sympathischer Sopran. Es war Mamma, und wenn sie nicht eine ganze Sammlung davon im Haus hatten, dann war es wohl des seligen Paps’ Maschinenpistole, die sie auf Mann gerichtet hatte.