7.4

„Nur der Vollständigkeit halber und weil nachher die Polizei ohnehin danach fragt“, sagte er: „Warum bin ich hier?“

„Sie sind ein alter Freund der Familie, den ich mir zur Gesellschaft eingeladen habe, basta.“

„Wie originell.“

„Die hiesige Polizei mag nichts Originelles. Keine Polizei der Welt liebt Erklärungen, die origineller sind als die Handlung einer Vorabendserie.“

„Sie müssen’s wissen.“ Er grinste mal wieder. Vielleicht trat sie, was sein dümmliches Verhalten betraf, die Nachfolge von Irene Hexter an?

„In der Tat.“ Karin Block grinste zurück. „Und außerdem kommt keine Polizei.“

„Keine Polizei?“

„Nein. Ich halte es für besser, wenn wir die Angelegenheit unter uns regeln“, sagte Karin Block.

„Wer ist wir, wenn ich fragen darf?“

„Mamma“, sagte Karin Block. „Und Sie.“

„Zählen Sie nicht auf mich. Ich will nichts damit zu tun haben.“

„Sie werden bezahlt!“ sagte Karin Block mit deutlicher Herablassung. „Und dafür machen Sie, was ich Ihnen sage!“

„Was zum Teufel bilden Sie sich eigentlich ein, wer Sie sind?“ Mann lächelte so überlegen, wie es ihm möglich war: „Ziemlich albern, sich hier aufzuspielen wie Dragona, große Herrin über tausend Sklaven …“

Doch Karin Block lächelte so selbstbewusst zurück, dass Mann allmählich Zweifel kamen, ob er sie als arrogante reiche Zicke, Typus: Vatis verwöhntes Töchterlein, richtig eingeschätzt hatte.