7.4

Sie ließ sich in die Polster fallen und schloss die Augen.

Er nahm sein Glas und folgte ihr.

Karin Block lag auf dem Sofa und zappelte mit den nackten Beinen in der Luft. „Fünf Stunden angebunden“, sagte sie, „das geht höllisch in die Knochen.“

Er setzte sich in einen Sessel ihr gegenüber. „Wie wär’s“, schlug er nach einer Ewigkeit an Sekunden vor, „wenn Sie das Reden übernehmen würden?“

„Da gibt es nicht viel zu erzählen“, sagte sie gleichgültig. „Ich habe Sie holen lassen, weil ich wollte, dass Sie mir Paul und diese Schlampe vom Hals schaffen.“

Es klang, als hätte sie mal kurz nach dem Klempner geschickt. Dieses Mädchen war genau von der Sorte, die er schon immer nicht kennenlernen wollte.

„Was gefiel Ihnen an den beiden nicht?“ fragte er vorsichtig.

„Einiges. Vor allem, dass das saubere Paar versucht hat, mich zu erpressen.“

„Und, gab’s ‘n’ guten Grund dafür?“

„Wird es wohl.“ Karin Block warf ihren Kopf nach hinten und strich sich die langen Strähnen aus dem Gesicht. „Bringen Sie mir noch’n Drink, und ich werd’s Ihnen erklären.“

Mann stand auf und durchquerte das Niemandsland des grauen Marmorsaals in Richtung Bar. „Mit Eis?“

„Hmmh.“

„,Hmmh ja‘ oder ,hmmh nein‘?“

„Hmmh ja.“

Er sah sich um. Kein Eis in Sicht.

„Unter der Theke, in dem kleinen Kühlschrank, rechts“, sagte Karin Block. Sie hatte diesen Dienstbotenton, den Mann nur aus alten englischen Spielfilmen kannte.

Als er wieder hinter der Bar auftauchte, lag sie auf dem Bauch, die Ellenbogen aufgestützt, und beobachtete ihn. Er gab ihr ein Glas voll Eis mit einer überdimensionierten Portion Southern Comfort und ließ sich in seinen samtenen Sessel fallen.