7.4

„Nun, ich glaube nicht, dass ich auf Ihre Auskünfte angewiesen bin.“ Mann strahlte sie geradezu an. „Ich habe jetzt schon mehr gegen Sie in den Händen als die beiden je hatten.“

„Meine Rache an Wineck?“

Mann nickte.

„Ach“, sagte Karin Block, „da steht ihre Aussage gegen die von Mamma und mir.“ Sie lachte und hob drohend den Finger: „Wenn Sie Ärger machen wollen, werden wir den Mord einfach Ihnen anhängen.“ Sie nippte an ihrem Whisky. „Außerdem, bei derlei kommt man immer davon, wenn man genug Geld hat. Die Tour, die Wineck und Dori versuchten, war entschieden gefährlicher. Aber lassen wir das …“

„Wenn Sie so superschlau sind, warum lagerten Sie dann auf der Schlachtbank, als ich ankam?“

„Keine Ahnung, wie die beiden gemerkt haben, was ich vorhatte.“ Es klang ehrlich.

Mann zeigte zu dem rostroten Diplomatenkoffer mit dem Geld, der geschlossen auf dem Tisch vor der Sitzgruppe lag. Karin Block nickte.

„Ja, aber das allein… Auf so etwas kommt man ja nicht einfach so, ich meine, wer denkt schon, dass jemand sich einen Mörder ins Haus bestellt?“

„Woher hatten Sie meinen Namen?“

Sie zögerte.

„Paps“, sagte sie dann.

Er glaubte ihr kein Wort. „Und sicher haben Sie keine Ahnung, woher Paps mich kannte und wusste, wo ich gerade zu erreichen war?“

Karin Block schüttelte den Kopf. „ Ich weiß nur, dass er früher bei der Kripo war, vielleicht kannte er von damals jemanden … Aber im Grunde ist das egal, denn Paps hätte mich nie…“

Harry Mann machte mit Gesicht und Händen eine Bewegung, in der aller Verrat dieser Welt beschlossen lag. Karin Block schüttelte wieder den Kopf und strich dabei mit den Händen ihre langen schwarzen Haare zurück.