8 Ein schwarzer Heiligenschein

Nach einer Weile kam der Junge angezogen zurück. Er trug ein T-Shirt mit Madonna-Aufdruck, weiße Jeans und Turnschuhe. Der fette Pater gab seinem Augenschmaus einen tiefen Kuss und knetete flüchtig den winzigen Hintern in der Jeans. Dann öffnete er die Tür zum Flur, deutete, als sein Gast vorbeiging, eine galante Bewegung an, und beide verschwanden aus Manns Blickfeld.

Nach ein paar Minuten erschien Herlois wieder im Living room. Er ging zu der Küchentheke, goss ein Weinglas voll Cognac und ließ sich zufrieden auf die Polster fallen.

Mann stellte sich vor, dass das Leder noch warm war von dem nackten Fleisch des Knaben. Er tastete nach dem Nylonstrumpf in seiner Jackettasche.

Zwei Terrassenfronten weiter öffnete sich die Haustür, und Herlois’ jugendlicher Freund trat mit wiegenden, selbstbewussten Schritten heraus. Die Sohlen der Turnschuhe quietschten auf dem beschichteten Betonboden. Im Gehen zählte er die Scheine in seiner Hand.