8.2

Herlois schwankte und stützte sich mit der rechten Hand an der Wand des Flurs ab. Die winzige Pistole fiel aus seiner linken Hand. Die freien Finger fuhren die gigantische Wölbung des bebenden Bauches herunter zu der faltigen Mitte, aus der ein schwarzer Griff und dahinter ein kurzes Stück Klinge ragte. Das Blut floss stoßartig aus der Wunde.

Es war dasselbe Blut, das die unendlich weiße Haut der Frau in dem blauen Kittel besudelt hatte.

Das Blut des Monsters, aus dessen Gewalt Gal ihn hatte befreien wollen.

Gal, die ihn geliebt hatte und gekommen war, sein Leben zu retten. Trotz allem. Vielleicht.

Gal, deren Genick gebrochen war.

Manns Liebe, sein Leben. Tot.

Rote Wut, ein fürchterlicher Wille zu töten, nahm Harry Mann die Besinnung und setzte ihn in Bewegung. Ohne zu wissen, was er tat, riss er den Wäschewagen herum und rammte ihn in den krumpeligen Unterleib, direkt in den dicken Schaft des Messers.

Herlois grunzte erstickt und wich zurück, bis er mit dem Rücken zur Wand stand. Mit letzter Kraft griff er an die Stahlträger und versuchte, die Rollkarre von sich wegzudrücken. Ein paar Sekunden hielt Harry Mann dagegen, dann gab er ruckartig nach. Herlois kippte vornüber und knallte mit dem Bauch auf den blutfleckigen Teppich, nur ein paar Zentimeter neben Gals verdrehtem Rumpf.

Harry Mann zerrte den fetten Pater ein Stück weit hoch, die „Stimme“, den Mörder, das Monster, und schlang den Nylonstrumpf um den feisten Nacken, zog ihn zusammen, fest, so fest er konnte, noch ein Stück fester, und band einen engen Knoten.

Herlois kämpfte schwach um seine letzten Atemzüge.