8.3

Das Telefon neben dem Bett klingelte. Für einen Augenblick war Harry Mann wie gelähmt. Niemand außer der „Stimme“ wusste, dass er hier wohnte. Nur sein Erpresser kannte diese Nummer. Und Herlois war tot!

Doch das Telefon neben dem Bett klingelte! Wer immer ihn jetzt hier anrief, musste der Auftraggeber der „Stimme“ sein. Oder ihr Nachfolger.

Harry Mann angelte sich den Hörer, wobei, was von seiner Erregung noch übrig war, aus der dürren Mexikanerin rutschte.

„Frau Block hat mit Ihnen zu reden!“ sagte Mamma am anderen Ende der Leitung.

„Sie kann mich besuchen kommen, heute Nachmittag“, antwortete Mann, ohne zu überlegen.

„Wir stehen bereits vor dem Chateau“, sagte Mamma.

„Sie werden sich ein wenig gedulden müssen. Ich brauche eine gute halbe Stunde, bis ich fertig bin.“

„Wir warten“, sagte Mamma. „Es ist der schwarze Jaguar direkt vorne am Sunset.“

„Sie werden doch meine Einladung nicht ausschlagen. Wenn Sie mir Ihre Nummer sagen, werde ich Sie anrufen, sobald Sie hochkommen können.“

Er merkte, dass Mamma die Hand über die Muschel hielt. Dann gab sie ihm die Nummer des Autotelefons durch.

Mann hing ein. Das Zimmermädchen in dem blauen Kittel sah ihn mit verheulten Augen an. Er bedeutete ihr, sich umzudrehen. Sie tat es, sichtlich erleichtert. Wahrscheinlich konnte sie seinen Anblick ebenso wenig ertragen.

Der Hintern des Mädchens war flach, fast hart. Durch die offene Tür zur Terrasse hörte Harry Mann die Türen und Fenster scheppern und die Autos hupen. Heute begann der Rest seines Lebens. Er hatte Geld, viel Geld, und nichts mehr auf dieser Welt konnte ihn hindern, so zu leben, wie er wollte. Solange er lebte.