9 Nichts als die Wahrheit

Das Buch kann man auch bei Amazon kaufen!
Erst im Zuge der allgemeinen Ermittlungen zur Spendenaffäre flog das sorgfältig ausgearbeitete Schema auf, ohne dass allerdings dem „hohen Politiker“ oder Frau Karin Block ein Fehlverhalten nachzuweisen gewesen wäre. Als Hauptschuldige wurden der Öffentlichkeit und den diversen parlamentarischen Untersuchungsausschüssen vielmehr Paul Wineck und einige mittlere Manager der Blockschen Vermögensverwaltung präsentiert.

Zu diesem Zeitpunkt setzte Paul Winecks Erpressungsversuch ein. Er verlangte eine politische „Weißwäsche“, die ihm die Fortführung seiner Karriere ermöglichte, mit dem Fernziel Kanzleramt. Für den Fall, dass Karin Block für diese Protektion nicht sorgen würde, drohte er, die Namen aller Mittäter und Mitwisser bekanntzumachen und damit auch Karin Block selbst der Strafverfolgung auszusetzen.

Augenscheinlich vermochte Paul Wineck nicht einzuschätzen, welche Gefahr seine Drohung für Karin Block bedeutete. Ihre Reaktion auf die angekündigte Aufdeckung ihrer Machenschaften fiel denn auch gänzlich anders aus, als von Wineck erwartet …

*

Seine schwarze Lederkluft samt Cowboystiefeln und dem dazugehörigen Satz phantasievoller Ansteck-Orden sorgten dafür, dass er an der Zollkontrolle als einziger der Ankömmlinge einige Schwierigkeiten zu überwinden hatte. Er war braungebrannt, freakig gewandet, seit kurzem auch wieder langhaarig, und er konnte seine Schnauze nicht halten. So dauerte es fast eine halbe Stunde, bis er die Sperre passiert hatte.