9 Nichts als die Wahrheit

Das Buch kann man auch bei Amazon kaufen!
„Das wäre?“

„Wir möchten nicht, dass in diesem Fall weiter vorgegangen wird wie bisher …“

Lang setzte sich unwillkürlich auf. „Dann müsst ihr ihn mir halt wegnehmen …“

„Nein“, sagte Magnus. „Das geht unter keinen Umständen. Damit würde man das Aufsehen erregen, das wir vermeiden wollen.“

„Also?“ fragte Lang.

„Also möchten wir, dass du deine Gedanken ein wenig in andere Richtungen schweifen lässt …“

„Vergiss es!“ Lang machte eine wegwerfende Bewegung und stand auf.

„Setz dich!“ sagte Magnus. „Die Angelegenheit ist ernster, als du denkst. Das kommt von ganz oben, und das macht vor dir nicht halt.“

„Willst du mir drohen?“ Lang lachte, aber ihm war nicht wirklich nach Lachen zumute.

„Wir haben dir ein Geschäft anzubieten.“ Magnus lächelte verbindlich.

Lang sah ihn schweigend an.

Magnus hielt seinem Blick stand. „Du hättest gegen einen kleinen Karriereschub nichts einzuwenden, nicht wahr?“

Lang nickte. „Wer nicht.“

„Es gibt da einen zweijährigen Lehrgang zum Kriminalrat.“

„Der Zug ist abgefahren“, sagte Lang, „ich bin zu alt dafür.“

„Nicht mit ein bisschen Protektion. Im nächsten Frühjahr kannst du anfangen.“

„Ich will keinen dieser Jobs aufm Abschiebebahnhof …“

„Sieh dir die goldene Kugel an, die der Antas schiebt“, sagte Magnus. „Nachdem er den Bauskandal hoppgenommen hat, haben wir ihn holterdiepolter hochbefördert …“

„Klar, damit er keinen Unfug mehr anrichten kann. Ich hab‘ aber keinen Bock auf einen öden Schreibtischtag mit Scheißfernschreiben, sinnlosen Konferenzen und Magengeschwüren.“