9 Nichts als die Wahrheit

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Nicht einmal, wo Karin Block sich gerade aufhielt, wen sie traf, um ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen, wusste er, obwohl doch eines dieser Schäfchen nun er selbst war …

Egal. Harry Mann schaltete den Laserdrucker ein. Was er niedergeschrieben hatte, musste ausreichen, um zu verhindern, dass man ihn sang- und klanglos verschwinden ließ.

So weit, so klar.

Wieder war es die vom Computer geförderte Präzision gewesen, die ihm geholfen hatte, eine pragmatische Ordnung in das Durcheinander, das herrschende Chaos, das Tohuwabohu der wirklichen Welt zu bringen. Eine Ordnung, so dicht an der Wahrheit, wie es ihm seine eigene Verwicklung in die Geschichte ermöglichte. Mit jeder Seite, die die Maschine ausspuckte, wurde sein Überleben ein Stück sicherer.

Heute endlich war der Morgen danach. Und alles, was ihm noch fehlte, war ein würdiger Abgang.

Einer plötzlichen Eingebung folgend, verließ er das Schreibprogramm, klickte einen neuen Befehlsknopf herbei, gab ihm den Namen „Existenzfrage“, öffnete das Feld des Programm-Scripts und tippte zwischen „on mouseUp“ und „end mouseUp“:

beep 5

answer

Dahinter setzte er die Frage aller Fragen und eine Auswahl möglicher Antworten und Reaktionen:

with „Weiß nicht“ or „Ja“ or „Verpiss dich“

if it is „Ja“ then send „doMenu Quit HC“ to HC

else repeat until it = „Ja“

answer with „Weiß nicht“ “Ja” or „Verpiß dich“

if it is „Ja“ then send „doMenu Quit HC“ to HC

else beep 2

end repeat

Zufrieden mit sich und seinem programmierten Abgang, platzierte Mann den Pfeil der Plastik-Maus, mit der sich das Gerät steuern ließ, auf „OK“, klickte und wechselte zurück in den Eingabemodus. Ein schwarz eingerahmter Befehlsknopf saß in der Mitte des Bildschirms und wartete.