Epilog: Wiedersehen mit Harry Mann

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„Ich weiß“, sagte ich, „mir will Anne diesen Aufsatz auch schicken.“

„Mir nicht“, sagte Harry Mann. „Die weiß genau, dass ich ihr Zeug nicht lese. Deshalb hat sie’s mir lieber persönlich vorgetragen. Am Telefon. Wie ein Wasserfall.“

„Beim Lesen von deinem Buch“, sagte Kati Sell, und es klang nicht sehr zufrieden, „erschien es mir manchmal so, als hätte gar nicht Harry Mann das Vorbild für den Helden abgegeben.“

„Vielleicht stimmt das ja!“ Harry Mann lachte.

„Ach so“, sagte Kati Sell, „vielleicht gibt es dich überhaupt nicht mehr, und du existierst nur als Erfindung von Freyermuths ausschweifender Phantasie.“

„Auf dass jede Übereinstimmung mit lebenden Personen oder tatsächlichen Ereignissen rein zufällig wäre!“ Der Gedanke gefiel mir. „Dann wollen wir hoffen“, sagte ich, „dass die Damen und Herren aus dem politischen Umfeld das genauso sehen. Damit uns keine Klagen kommen.“

„Das würde euch passen“, brummte Harry Mann, „wenn es mich nicht mehr gäbe. Bevor es so weit ist, stellt euch noch auf eine Menge Ärger ein.“

Ich sah ihn zweifelnd an. „Nun mach mal’n Punkt. Das war doch wohl das Schlimmste, was ein Mensch in einem Leben erleben kann!“

„Ja“, sagte Kati Sell. „Das dürfte wohl wirklich das Schlimmste gewesen sein, was du in deinem Leben erlebt haben wirst!“

Doch während sie das sagte, verdrehte Harry Mann hinter ihrem Rücken die Augen, und eine Viertelstunde später, als wir für ein paar Sekunden allein waren, sagte er: „Lass uns mal wieder essen gehen. Nur wir beide. Ich hab’ dir was zu erzählen.“

Ich nickte.

„Wie wär’s“, sagte er, „mit übermorgen im Spago?“