1 Transatlantische Mausefalle

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Wieder das leise elektronische Piepen. Am liebsten hätte Harry Mann das dicke Handbuch in den Bildschirm geschmissen; oder besser noch, den Computer zum Fenster hinaus in den schäbigen Hinterhof. Weitere zwanzig Minuten hatten sich in Nichts aufgelöst. Es war höchste Zeit zu den Kellings aufzubrechen. Ein Tag mehr vertan. Gerade noch die Minuten für einen würdigen Abgang blieben.

Einer plötzlichen Eingebung folgend, klickte er einen neuen Befehlsknopf herbei, gab ihm den absurden Namen „Existenzfrage!“, öffnete das Feld des Programm-Scripts und tippte zwischen „on mouseUp“ und „end mouseUp“:

beep 5

answer

Dahinter setzte er die Frage aller Fragen und eine Auswahl möglicher Antworten und Reaktionen:

with „Weiß nicht“ or „Ja“ or „Verpiss dich“

if it is „Ja“ then send „doMenu Quit HC“ to HC

else repeat until it = „Ja“

answer „Na los doch, Feigling!“ with „Weiß nicht“ or „Verpiss dich“

if it is „Ja“ then send „doMenu Quit HC“ to HC

else beep 2

end repeat

Zufrieden mit sich und seinem programmierten Abgang platzierte Mann den Pfeil der Plastik-Maus, mit der sich das Gerät steuern ließ, auf „OK“, klickte und wechselte zurück in den Eingabemodus. Der neue, schwarz gerahmte Befehlsknopf starrte ihn vom Bildschirm so perfekt designed an, als habe er schon immer an diese Stelle gehört.

„Existenzfrage!“

Mann schüttelte seine verkrampften Schultern. Es war zum Verrücktwerden. Sein Nacken schmerzte von der stundenlangen Arbeit an dem kleinen Bildschirm: „Existenzfrage!“ Nur ein Idiot konnte sich so etwas ausdenken.