1 Transatlantische Mausefalle

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„Er wird auch Geld nehmen …“

Ein Scharren gefolgt von einem gigantischen Knall ließ Paps zusammenzucken. Er griff zum Feldstecher.

„Sie sind ein Idiot! Sie und Ihre bekloppten Parteifreunde! Ich weiß nicht, was Sie sich einbilden! Glauben Sie vielleicht, ich hätte dem Kerl nicht schon Unsummen geboten?“

Karin Block war aufgesprungen und hatte dabei ihren Stuhl umgeworfen. Die Lehne war auf die Marmorplatten geknallt, nur ein paar Zentimeter von dem Blumenbeet mit dem Sender entfernt.

„Ihr verkehrt doch nur mit euresgleichen und habt keine Ahnung davon, was im wirklichen Leben los ist! Da geht’s nicht nur ums Umverteilen von Pöstchen und Pfründen!“ Karin Block rannte aufgeregt auf und ab. Ihre Absätze bearbeiteten den Boden der Terrasse, dass Paps Mühe hatte, die gebrüllten Beleidigungen zu verstehen. „Irgendwo muss das Geld schließlich herkommen, und rausrücken tut keiner was freiwillig. Hier geht’s auf Leben und Tod.“ Abrupt hielt sie inne: „Ich werde die Sache selbst in die Hand nehmen!“

Auch von Brauchangen war jetzt aufgestanden. Paps sah ihn beschwörend die Hände heben.

„Liebe gnädige Frau, so beruhigen Sie sich doch …“

„Und wenn Ihr Schmeißfliegen noch jemals einen Pfennig von mir bekommen wollt, dann haltet ihr mir dabei die Polizei vom Hals!“

„Aber ich bitte Sie, wir werden …“

„Richten Sie das aus! … Ach was, das ist mir alles zu blöd.“ Karin Block schleuderte die Serviette, die sie zwischen den Händen geknetet hatte, auf den Tisch. Sie landete auf dem Teller mit dem Lachs. „Es ist schon eine Unverschämtheit von dem Kerl, die Sache auf Sie abzuwälzen. Sagen Sie ihm, ich bin am Montag in Bonn!“

„Selbstverständlich, gnädige Frau. Ich bin sicher, der Kanzler wird …“